Verhütung nach der Geburt ist nicht nur eine Frage der Frau, sondern geht dem frisch gebackenen Papa auch etwas an. Damit Sie mitdiskutieren können, hier ein ausführlicher Überblick:

 

Verhütung nach der Geburt: Ab wann?Verhuetung nach Geburt

Wenn die Mutter ihr Kind nicht stillt, setzt bei ihr in der Regel etwa sechs bis acht Wochen nach der Geburt die erste Menstruation ein. Bei stillenden Müttern sorgt das häufige Stillen dafür, dass der Eisprung und damit auch die Menstruation ausbleiben. Damit kann eine Frau in der Stillzeit nicht erneut schwanger werden. Dieses Phänomen wird Laktationsamenorrhö genannt und kann je nach Stillintensität bis zu zwei Jahren – manchmal auch länger  andauern. Es ist allerdings nicht völlig ausgeschlossen, dass eine stillende Mutter dennoch bald wieder schwanger wird. Vor allem sobald sich die Menstruation einstellt, muss mann annehmen, dass seine Frau fruchtbar ist. Meist pendeln sich Eisprung und Menstruation nach dem dritten Zyklus wieder ein.

 

Verhütung nach der Geburt

Wenn der Wunsch nach Zweisamkeit mit dem Partner zurückkommt, sollten Paare vorbereitet sein. Gerade in der Stillzeit kann man sich gründlich Gedanken über die Wahl der Verhütung machen. Die Verhütungsmethode darf weder die Gesundheit von Mutter und Kind noch die Milchbildung beeinträchtigen. Ärzte sprechen zwar davon, dass man die ersten sechs Wochen nach der Geburt enthaltsam sein sollte, aber die wenigsten Paare halten sich wohl daran.

 

Sex und Verhütung nach der GeburtKondome nach Geburt

Wann ein Paar wieder Lust auf Sex hat, ist sehr unterschiedlich. Bei manchen kommt dieser Punkt nach ein paar Tagen, bei anderen erst nach Monaten. Auch die Sexualität kann sich aufgrund der körperlichen Veränderung bei der Frau sowie den neuen Lebensumständen verändern. Hier sollten Paare miteinander sprechen, um gemeinsam den idealen Weg zu finden. Vier bis sechs Wochen nach der Geburt fließt oft noch Blut und Wundsekret, der sogenannte Wochenfluss, aus der Gebärmutter. Dieser Ausfluss ist anfangs noch sehr stark. Viele Paare finden das eklig und verzichten daher zunächst auf Sex. Der Wochenfluss kann einen Nährboden für Keime darstellen. Aus Schutz vor Infektionen raten Ärzte daher, zunächst mit einem Kondom zu verhüten. Wenn die Frau noch unter Verletzungen der Geburt leidet, sollten diese erst vollständig abheilen und man enthaltsam sein.

 

Verhütung nach Geburt mit Arzt besprechen

Oft besprechen Paare einige Wochen nach der Geburt mit dem Frauenarzt, welche Verhütung nach der Schwangerschaft am besten geeignet ist. Dies hängt von vielen Faktoren ab: unter anderem wie sie vor der Schwangerschaft verhütet haben, ihrem Alter und der weiteren Familienplanung.

 

Verhütung nach der Geburt mit Kondom und Diaphragma

Wenn die Frau stillt, kann bedenkenlos mit einem Kondom verhütet werden. Und auch ein Diaphragma ist möglich, muss aber nach der Geburt vom Frauenarzt neu angepasst werden. Meist benötigt die Frau ein Diaphragma, dass drei Monate nach der Geburt angepasst werden kann. Zudem sind beide Möglichkeiten hormonfrei und gefährden so weder Mutter noch Kind. So kann es auch keine Auswirkungen auf die Muttermilch haben.

 

Verhütung nach der Geburt mit der Pille

Frauen, die auch nach der Geburt wieder mit der Pille verhüten möchten, sollten sich mit ihrem Frauenarzt beraten. Es wird empfohlen, in den ersten sechs Monaten nach der Geburt östrogenfrei Präparate zu verwenden, da Östrogen die Milchbildung verringern kann. Zudem sollte man sich für ein Präparat entscheiden, dass auch bei Einnahmefehlern noch zuverlässig wirkt. Daher fällt die Minipille, obwohl sie nur das Hormon Gestagen enthält, bei vielen Frauen aus, da sie sehr pünktlich eingenommen werden muss. Und Hormone bleiben Hormone und können sich durch Nahrungsaufnahme auch auf das Baby auswirken.

 

Verhütung nach Geburt mit NFPverhuetungscomputer cyclotest myway

Die Methode der Natürlichen Familienplanung, bei der sich die Frau an ihrer Körpertemperatur orientiert, um festzustellen, wann sie ihren Eisprung hat, ist erst dann wieder möglich, wenn sich der Zyklus eingependelt hat. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Vor diesem Zeitpunkt gibt es für NFP bestimmte Regeln, die es zu beachten gilt. Zwischen zwei Schwangerschaften oder zur Verhütung kann auch der cyclotest myWay wieder angewendet werden. Wenn kein aktueller Kinderwunsch vorliegt, wechselt man hier einfach wieder auf den Modus Zykluskontrolle. Bei erneutem Kinderwunsch kann er wieder zurückgestellt werden. Der cyclotest myWay verfügt über eine Weckfunktion und ein Fühlerlicht. So kann die tägliche Messung nicht vergessen werden und sie wird erleichtert.

 

Verhütung nach der Geburt mit Spirale

Die Spirale gilt als eine gute Verhütungsmethode in der Stillzeit. Sobald sich die Gebärmutter nach der Geburt zurückgebildet hat, kann sie neu eingesetzt werden. Dieser Zeitpunkt ist meist nach sechs bis acht Wochen gekommen. Die Spirale funktioniert über die Abgabe von Hormonen, die sich auf die Muttermilch auswirken können. Als langfristige Verhütungsmethode ist sie geeignet.

 

Verhütung nach der Geburt mit Kupferspirale

Wer nach der Schwangerschaft ganz auf Hormone verzichten will, für den ist die Kupferkette GyneFix eine gute Wahl. Sie wird in die Gebärmutter eingelegt und wirkt etwa fünf Jahre lang. Damit ist GyneFix bestens geeignet für eine langfristige Verhütung. Sie kann jedoch auch zu jeder Zeit früher entnommen werden. Das Einsetzen erfolgt schnell und schmerzfrei. Ein weitere Vorteil der GyneFix: Man muss nicht neben dem Kind auch noch ständig an seine Verhütung denken.