Wenn Sie Papa werden, haben Sie vielleicht Angst davor, ein behindertes Wunschkind zu bekommen. Ein Kind, das mit einer Behinderung auf die Welt kommt, benötigt über einen langen Zeitraum mehr Aufmerksamkeit und intensiver Fürsorge als ein gesundes Kind. Ein behindertes Kind wirkt sich auf die ganze Familie aus. Geschwister, Großeltern und Freunde müssen sich ebenfalls auf die Situation einstellen und brauchen dazu vielleicht auch etwas Zeit. Aber eine Behinderung beim Kind ist auch kein Weltuntergang. Sie werden schnell merken, dass es trotzdem ihr Wunschkind ist und wie sehr sie es lieben.

 

 Behinderung beim KindBehinderung Papa werden

Je nach Krankheit oder Behinderung wird dies schon kurz nach der Geburt beim Säugling festgestellt. Auch in der Schwangerschaft können häufig bestimmte Veränderungen schon beobachtet werden. In diesem Fall bleibt den Eltern etwas Zeit, mit der neuen Situation umzugehen. Oft fällt aber im Krankenhaus und auch in den ersten Wochen und Monaten niemandem auf, dass das Kind womöglich beeinträchtigt ist. Sobald die Eltern Veränderungen am Kind oder Unterschiede zu Altersgenossen wahrnehmen, sollte man einen Kinderarzt aufsuchen.

 

Gute medizinische Betreuung bei Behinderung von Kind

Eine gute medizinische Betreuung und Beratung ist in jedem Fall sehr wichtig und nimmt auch den Eltern Unsicherheit. Je nach Krankheit oder Behinderung kann man in der frühkindlichen Entwicklung noch vieles beeinflussen. Wenn die Beeinträchtigung festgestellt wird, können manchmal entsprechende individuelle Frühfördermaßnahmen eingeleitet werden. In vielen Fällen kann das Auftreten einer Behinderung sogar noch verhindert oder zumindest die Folgen gemildert werden. Viele Behinderungen lassen sich aber nicht heilen. Daher ist das Ziel in der Frühförderung, das Kind und seine Bezugspersonen zu unterstützen. Diese Phase zieht sich bis ins Vorschulalter.

 

Inklusion für Kind mit Behinderung

Wenn das Kind in den Kindergarten kommt, geht dort die Förderung und Betreuung weiter. Hier sollte man sich gezielt ein Angebot aussuchen, dass auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingeht. Ein Integrationskindergarten, den behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam besuchen, kann genau das richtige sein. Das Konzept der Inklusion wird mittlerweile auch an vielen Schulen gelebt. Hier bekommen Kinder mit besonderem Förderbedarf individuelle Betreuung. Sie lernen gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern und sollen ebenfalls einen Schulabschluss erreichen. Hier gibt es auch Hilfen wie Inklusions- oder Lernbegleiter, die neben den normalen Lehrern das Kind betreuen.

 

Behinderung KindLeben mit Kind mit Behinderung

Das Leben mit einem behinderten Kind ist sicher eine Herausforderung, aber viele Eltern berichten, dass sie dieses besondere Kind genauso lieben, wie ein nicht-behindertes Kind. Ein behindertes Kind ist für sie ein großes Glück. Zudem lenkt ein behindertes Kind bei vielen Eltern den Fokus auf das, was im Leben wirklich wichtig ist. Das neue Auto oder Stress auf der Arbeit werden plötzlich zur Nebensache. Wichtig für Eltern eines behinderten Kindes ist aber, dass sie auch auf sich achten und sich Auszeiten nehmen. Dies kann beispielsweise ein freier Abend in der Woche sein, an dem man mit Freunden ausgeht und so auf andere Gedanken kommt. Hier sollte man auch keine Schuldgefühle entwickeln, warum man ein paar Stunden nicht bei seinem Kind ist.

 

Entlastung bei Kind mit Behinderung

Darüber hinaus sollte man sich Gedanken machen, welche Hilfsangebote die Familie entlasten können. Auch finanziell kann die Situation belastend sein. In diesem Fall sollte man sich ebenfalls über Unterstützungsmöglichkeiten erkundigen. Dies kann beispielsweise ein Kindermädchen sein, dass mehrmals die Woche die Kinderbetreuung übernimmt oder Unterstützung durch die Großeltern. Auch ältere Geschwister kann man gerne miteinbeziehen. Ihnen sollte man früh erklären, dass das Geschwisterchen behindert ist und vielleicht nicht bei jedem Spiel genauso mitmachen kann wie sie es wollen.

 

Umfeld bei Kind mit Behinderung

Viele Eltern machen sich Sorgen, dass sich das gesunde Kind vernachlässigt fühlt. Hier können die Eltern je nach Alter des Kindes mit dem Kind über die Situation sprechen. Wichtig ist auch, sich bewusst Zeit für das zweite Kind zu nehmen und beispielsweise auch mal einen Ausflug mit ihm allein zu machen. Es kann durchaus sein, dass Freundschaften unter der Situation leiden. Eher oberflächliche Freundschaften können durchaus zerbrechen. Oft zeigt sich in solchen Momenten, welche Freunde wahre Freunde sind. Diese bleiben und unterstützen die Familie. Man sollte das Umfeld über die Behinderung des Kindes informieren und kein Geheimnis daraus machen. Häufig zeigen Familie, Freunde und Kollegen viel Verständnis für die Situation.