Wie werde ich Papa?Ich werde Papa!

In der Stillzeit

In der Stillzeit gibt es verschiedene Dinge, die Sie tun können, um ihre Partnerin zu entlasten. Nach medizinischen Erkenntnissen ist das Stillen für Babys um einiges besser als künstliche Babynahrung. Deshalb stillt heute die Mehrzahl der Mütter wieder. Mit der Muttermilch wird auch die Immunisierung und die Antikörper gegen verschiedene Krankheiten direkt von der Mutter aufs Kind übertragen. Stillen stärkt also die Abwehrkräfte und ist alles in allem die bestmögliche Ernährung fürs Baby.


 

Die Hebamme-Baby-Coaching vom Profi

Nur wenige wissen, dass die Frau in den Tagen und Wochen vor und nach der Geburt Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme hat. Diese Geburtsnachsorge wird von der Krankenkasse vollständig übernommen. Sie sollten diese Hilfe unbedingt in Anspruch nehmen. Zum Einen wird ihre Partnerin entlastet, zum Anderen bekommen beide Partner professionelle Tipps für die Stillzeit. Viele Hebammen bieten heute auch Zusatzleistungen wie autogenes Training, Akkupunktur und psychologische Betreuung nach der Geburt an, die Sie allerdings selbst bezahlen müssen. In der Regel sind Hebammen, die Sie durch die Stillzeit begleiten, Freiberuflerinnen. Klinik - Hebammen sind dagegen von den jeweiligen Krankenhäusern angestellt und begleiten lediglich bis zur Geburt. Gerade wenn es um den kleinen Neuzugang in der Familie geht, sollten Sie diese Hilfe begrüßen. Anleitungen im richtigen Tragen, Wickeln und Baby - Pflege werden ebenfalls von der Hebamme erteilt. Als Profi auf diesem Gebiet kann eine Hebamme ihnen als ihr persönlicher "Baby Coach" helfen, in die Rolle als Papa hineinzuwachsen. Anstatt sich alles per trial-and-error-Methode mühsam selbst anzueignen, haben Sie so wertvollen Rat an der Hand. So kommen Sie garanitert cool durch die erste Zeit mit dem Baby!

 

Baby-Blues

In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt werden viele frisch gebackene Mamas völlig unerwartet von einem wenig bekannten Phänomen überrumpelt: Dem Baby Blues. Damit ist eine depressive Verstimmung gemeint, die bedingt durch die erneute hormonelle Umstellung nach der Geburt eintreten kann. Es kann sein, dass Ihre Partnerin jetzt regelrechte Heultage hat, an denen sie sich zu gar nichts aufraffen kann. Zum Baby Blues kommt oftmals das schlechte Gewissen: schließlich hat man sich als frisch gebackene Mama über das Baby zu freuen. Jetzt sind Sie als Papa besonders gefragt: zeigen Sie ihrer Partnerin dass sie nicht alleine ist und nehmen sie ihr an diesen Tagen das Baby weitgehend ab. Geben Sie ihr zu verstehen, dass sie ihren Zustand nachvollziehen können und machen Sie ihr Hoffnung, dass sich dies bald wieder normalisieren wird. Auch in dieser Phase kann eine Betreuung durch eine Hebamme helfen. Wenn sich der Baby Blues zu einer lang anhaltenden Wochenbettdepression entwickelt und auch nach einigen Wochen nicht nachlässt, sollten Sie dringend psychologische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen.


Wiedereinstig ins Beziehungsleben
Bei vielen Paaren ist nach der Geburt das neue Aufflammen der Liebesbeziehung als Paar ein heikles Thema. In der Regel wollen die meisten Frauen eine Weile Pause von körperlicher Liebe. Das hat aber oftmals ganz pragmatische Gründe: die Geburt hinterlässt bei Frauen verschiedene körperliche Spuren, die erst einmal vollständig abheilen müssen, bevor man der Lust wieder einen Kickstart geben kann. Und natürlich werden Sie beide erstmal alle Hände voll zu tun haben mit dem neuen kleinen Familienmitglied. Nach den ersten turbulenten Wochen sollten Sie das Baby aber auch schon mal für ein paar Stunden an Großeltern oder andere Verwandte abtreten und sich selbst einige schöne Stunden gönnen.

 

Die Milchpumpe

Milchpumpe

Der Einsatz einer Milchpumpe klingt für viele junge Papas erstmal befremdlich. Was ist das für ein komisches Ding aus Plastik und was soll das überhaupt? Meine Frau ist schließich keine Milchkuh! Solche Gedanken schießen viele Papas beim ersten Anblick diesed Geräts durch den Kopf. Was erstmal seltsam und ein wenig befremdlich aussieht, kann aber zu einem besonderen Helfer in der Stillzeit werden. Die Vorteile einer Milchpumpe sind nicht zu unterschätzen und bieten Ihnen als Papa eine ganz besondere Möglichkeit, Ihre Partnerin zu entlasten und eine besondere Bindung zu Ihrem Sprößling aufzubauen.

 

So können auch Papas "stillen"

In der Stillzeit muss Ihr kleiner Nimmersatt alle drei Stunden gestillt werden. Genaue Abstände zwischen den Mahlzeiten einzuhalten, ist sehr wichtig für die Entwicklung des Babys. Das bedeutet jedoch ständige Rufbereitschaft für Ihre Partnerin und kaum Zeit für sich selbst. Da schafft die Milchpumpe Abhilfe. Wenn ihre Partnerin die Muttermilch abpumpt und einen Vorrat davon anlegt, können auch Sie das Baby füttern und Ihrer Partnerin so den Rücken frei halten. Ihre Herzdame kann sich dann auch mal eine Weile um sich kümmern, ein paar Stunden alleine spazieren gehen oder Freundinnen treffen. So teilen Sie von Anfang an die Verantwortung für das Baby. Vielen frisch gebackenen Papas sind diese Momente mit dem Baby ganz besonders wichtig. Die abgepumpte Milch sollte im Kühlschrank gelagert werden und innerhalb von 72 Stunden verbraucht werden. Wenn Sie sich einen Vorrat anlegen wollen, können Sie die Muttermilch auch einfrieren. Spezielle Beutel dafür gibt es in der Apotheke. Wichtig: Auf keinen Fall sollten Sie die eingefrorene Milch in der Mikrowelle auftauen! Dabei gehen wertvolle Nährstoffe verloren. Stattdessen können Sie die Milch in einem Waserbad (37 Grad Temp) schonend auftauen.

 

Baby wickeln für Papas

Ein Baby muss nicht nur laufend gestillt werden, sondern auch regelmäßig gewickelt werden. Wichtig dabei ist, dass Sie alle Utensilien (frische Windeln, Feuchte Tücher, Babyöl, Puder, Wasser, Ersatz-Strampelanzug) in der Nähe des Wickeltisches griffbereit haben. Nie das Baby alleine auf dem Wickeltisch liegen lassen, auch nicht für einen kurzen Moment!Sonst besteht die Gefahr, dass es vom Wickeltisch fällt.

 

Wickelanleitung in 5 Schritten

Schauen Sie beim Ausziehen des Strampelhöschens nach, ob etwas daneben gegangen ist. Wenn Sie das Strampelhöschen ausgezogen haben, können Sie die Windel öffnen. Halten Sie mit einer Hand beide Füße des Babys nach oben fest, damit es nicht in die dreckige Windel treten kann.
Als nächstes heben Sie sanft den Po des Babys an und enfernen Sie die alte Windel. Dabei sollten Sie eine Hand bis zum Unterarm unter das eine Bein des Babys schieben. Mit dieser Hand greifen Sie dann das andere Bein des Babys von oben am Oberschenkel. Diese Haltung ist empfehlenswert, da sie Hüfte und Rücken des Babys am Wenigsten belastet. So können Sie das Baby sanft und hüftschonend anheben.
Dann reinigen Sie den Genitalbereich und den Po des Babys mit einem feuchten Tuch. Wichtig: Immer von vorne nach hintern wischen! So vermeiden Sie, dass Darmbakterien in den Genitalbereich gelangen. Bei Mädchen immer auch zwischen den Schamlippen und bei Jungen immer auch unter den Hoden reinigen.
Ist das Baby sauber, lassen Sie es ein paar Minuten ohne Windel liegen bis auch die Restnässe getrocknet ist. So wird Entzündungen und Rötungen vorgebeugt. Wenn das Baby wund sein sollte, tragen Sie etwas Creme auf. Erst wenn die Haut ganz trocken ist, heben Sie wieder den Po des Babys an und legen die neue Windel unter.
Die neue Windel sollte mit den Klebestreifen nach oben liegen. Das bunte Bildchen am Saum der Windel sollte auf der Unterseite der Windel sein, so dass es beim Hochklappen auf dem Bauch des Babys zu sehen ist. Die Klebestreifen seitlich befestigen.



Untersuchungen U1- U6

Bereits seit den 70er Jahren gibt es in Deutschland Vorsorgeuntersuchungen für Babys und Kinder. Diese kinderärztlichen Untersuchungen sind kostenlos und sollten in jedem Fall in Anspruch genomen werden. Der Kinderarzt überprüft besonders die Entwicklung des Babys, sowie Wachstum und allgemeinen Gesundheitszustand. Dazu werden wichtige Vitamine gegeben, die bei der Entwicklung des Kindes helfen. Auch Impfungen gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten werden während dieser Untersuchungen vorgenommen. Im ersten Lebensjahr des Kindes fallen sechs kinderärztliche Untersuchungen an. Weitere folgen in den nächsten Lebensjahren, bis zur Einschulung des Kindes.

 

Übersicht kinderärztliche Untersuchungen

Untersuchung
U1 - direkt nach der Geburt im Krankenhaus
U2-3 bis 10 Tag nach Geburt im Krankenhaus
U3- Vierte bis Sechste Woche beim Kinderarzt
U4 dritter bis vierter Monat beim Kinderarzt
U5 sechster bis siebter Monat beim Kinderarzt
U6 Zehnter bis zwölfter Monat beim Kinderarzt
Was wird untersucht?
Größe, Gewicht, Atmung, Puls, Muskeltätigkeit, Vitamin K
Bluttest, Vitamine
erste U beim Kinderarzt, Reflexe, Beweglichkeit, Sehfähigkeit
Reflexe und Wachstum, Schädelentwicklung, erste Impfungen
Test Gehör, Beweglichkeit und Denkvermögen, Umweltwahrnehmung
Sprachentwicklung, kannd as Baby alleine stehen, Impfungen



Plötzlicher Kindstod

Ein Schreckgespenst vieler werdender Eltern ist die Angst vor dem plötzlichen Kindstod. Die Sorge vor dem Horrorszenario schlechthin kann dafür sorgen, dass die frisch gebackenen Eltern auch noch das letzte bisschen Schlaf geraubt wird. Leider sind die Ursachen für das Phänomen "plötzlicher Kindstod" nach wie vor ungeklärt. In den meisten Fällen tritt der plötzliche Kindstod im ersten Jahr des Babys auf und zwar nachts, während das Baby schläft. Eine Möglichkeit für die besorgen Eltern, etwas ruhiger zu werden, ist es das Baby in den ersten Monaten mit im Schlafzimmer der Eltern unterzubringen, damit Sie nachts jederzeit nach ihrem Kind sehen können. Eine weitere Möglichkeit, den Schlaf des Kindes zu bewachen, ist ein Babyfon. So sind Sie stets über Funk mit dem Baby verbunden und bekommen jede ungewöhnliche Bewegung im Kinderzimmer mit. Inzwischen gibt es auch Babyfon - Modelle mit Kamerafunktion, so dass Sie das schalfende Baby auch nachts im Blick haben, selbst wenn Sie nicht im selben Zimmer schlafen. Ein Babyfon ist in jedem Fall eine sinnvolle Anschaffung. Die Wahrscheinlichkeit für plötzlichen Kindstod liegt in Deutschland bei etwa 0,04% - eine Zahl , die ein wenig aufatmen lässt. Je älter das Baby wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für den plötzlichen Kindstod: die meisten Fälle treten in den ersten sechs Lebensmonaten des Kindes auf.