Neugeborenes Baby anmelden

Kaum ist das Kind frisch auf der Welt, muss man das neugeborene Baby anmelden. Hier gibt es allerlei zu tun. Am besten ist, Sie bereiten schon einmal während der Schwangerschaft alle Unterlagen vor. Sobald das Kind auf der Welt ist, müssen Sie nur noch loslaufen und das neugeborene Baby anmelden. Ob Hebamme, Geburtsurkunde, Registrierung des Vornamens, Elternzeit, KiTa-Platz oder Krankenversicherung- alle wollen Unterlagen. Hier ist eine kleine Übersicht für Sie:

 

Behördengänge fürs Baby. Das StandesamtBehoerdengaenge Baby

Die Geburt Ihres Babys muss innerhalb einer Woche beim Standesamt gemeldet werden. Viele Kliniken bieten allerdings an, diese Formalität direkt im Krankenhaus zu erledigen. Danach müssen Sie die Papiere nur noch bei Ihrem Standesamt abholen.
Diese Unterlagen müssen Sie dabei haben, wenn Sie die Anmeldung selbst vornehmen:


Verheiratete Paare

•    Geburtsbescheinigung der Klinik
•    Personalausweis
•    Heiratsurkunde oder den entsprechenden Abschnitt aus dem Familienstammbuch (beglaubigt)


Unverheiratete Paare

•    Geburtsurkunde der Mutter
•    Personalausweis
•    Vaterschaftsanerkennung


Das neugeborene Baby anmelden beim Bürgeramt/ Bürgerbüro

Die Meldung beim Bürgeramt (Einwohnermeldeamt) sollte möglichst früh gemacht werden. In vielen Fällen wird die Meldung direkt vom Standesamt weitergeleitet. Sie sollten deshalb vorher beim Bürgeramt anrufen, ob eine separate Meldung überhaupt noch erforderlich ist. So sparen Sie sich unter Umständen einen Weg. Die Änderung der Lohnsteuerkarte erfolgt ebenfalls beim Bürgeramt.


Mutterschutz beantragen

Der Mutterschutz wird beim Arbeitgeber der Schwangeren beantragt. Er legt fest, dass eine Schwangere im Zeitraum von 6 Wochen vor der Geburt bis 8 Wochen nach der Geburt nicht arbeitet, um sich von den Strapazen der Schwangerschaft ausreichend erholen zu können. Beantragen sollte man den Mutterschutz bereits um den dritten Schwangerschaftsmonat (das Risiko für Komplikationen und Fehlgeburten ist ab diesem Zeitpunkt deutlich geringer, die Schwangerschaft deshalb relativ gesichert). Der Kündigungsschutz bei Schwangeren beginnt übrigens mit Beginn der Schwangerschaft. Die werdende Mutter ist also bereits unkündbar. Um Mutterschutz beim Arbeitgeber anzumelden, wird ein ärztliches Attest benötigt, dass die Schwangerschaft bescheinigt und den Geburtstermin enthält.

 

Mutterschaftsgeld beantragen

Wenn Ihre Frau oder Freundin selbst freiwillig krankenversichert ist, oder eine Festanstellung hat, hat sie während der Mutterschutz-Zeit einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld erstreckt sich über die Dauer der Mutterschutzfrist, die sechs Wochen vor der Geburt beginnt und acht Wochen nach der Geburt endet. Deshalb muss der voraussichtliche Geburtstermin mitgeteilt werden. Keine Panik, wenn das Baby nicht nach Fahrplan kommt: der Mutterschutzzeitraum und die Zahlung des Mutterschaftsgeldes werden entsprechend angepasst, so dass es nicht zu Nachteilen für Mutter und Kind kommt. In diesen 14 Wochen Mutterschutz hat sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Die Leistung wird bei der Krankenkasse beantragt. Wenn Sie dies noch nicht vor der Geburt beantragt haben, wird es nach der Geburt höchste Zeit!

Das benötigen Sie:
-Schreiben des Arbeitgebers
-Ärztliche Bescheinigung mit errechnetem Geburtstermin
Neugeborenes Baby anmelden: Krankenversicherung


Damit das Baby krankenversichert ist, sollten Sie so bald wie möglich bei der Krankenkasse anrufen. Die Kasse schickt Ihnen dann das entsprechende Formular zu, dem Sie normalerweise eine Abschrift der Geburtsurkunde beilegen müssen. Nach zwei Wochen erhält das Baby dann eine eigene Versicherten-Chipkarte. Babys können auch bei unverheirateten Papas mitversichert werden. Dafür benötigt die Krankenkasse zusätzlich eine Abschrift der Vaterschaftsanerkennung.


Behoerde Baby Papa werdenElterngeld beantragen

Elterngeld sollte rechtzeitig beantragt werden - rückwirkend wird es nämlich maximal drei Monate ab Antragstellung gezahlt. Da das Elterngeld ein komplexes Thema ist, haben wir alle wichtigen Informationen für Sie auf unserer Elterngeld-Seite zusammengefasst. Hier die Unterlagen, die Sie fürs Elterngeld benötigen:


•    Antrag( von beiden Eltern unterschrieben)
•    Original Geburtsurkunde des Babys
•    Lohnabrechnung/ Gehaltsbescheinigung
•    Krankenkassen-Bescheid über Mutterschaftsgeld
•    Schreiben des Arbeitgebers bez. Zuzahlung zum Mutterschaftsgeld
•    Erklärung über beabsichtigte Teilzeitarbeit (Std. /Woche)


Neugeborenes Baby anmelden: Kindergeld

Kindergeld sollte bis spätestens sechs Monate nach der Geburt des Kindes angemeldet werden. Dies geschieht über die Kindergeld - Kasse des Arbeitsamtes. Wenn Sie im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, erfolgt die Meldung über den Arbeitgeber.

 

Für unverheiratete Papas: Vaterschaftsanerkennung

Die Anerkennung der Vaterschaft ist für unverheiratete Väter ein besonders wichtiger Behördengang, der keineswegs vergessen werden sollte. Das gemeinsame Sorgerecht bekommen unverheiratete Eltern nicht automatisch zuerkannt. Es muss beim Jugendamt beantragt werden. Hierfür benötigt Mann:


•    Lohnsteuerkarte
•    Geburtsurkunde des Kindes
•    Personalausweis
•    Unverheiratete: Urkunde über Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtsbescheinigung

Kaum ist die Geburt gut überstanden, gibt es die nächste Hürde für den frisch gebackenen Papa. Mutter und Kind sind hoffentlich gut zuhause angekommen oder befinden sich noch in sicherer Obhut im Krankenhaus. Und wer hat jetzt Kapazitäten, sich um den gesamten Ämterkram zu kümmern, den ein neuer Erdenbürger so mit sich bringt? Sie ahnen die Antwort sicher schon - Sie, der frisch gebackenen Papa! Vater werden bringt viele ungeahnte Herausforderungen mit sich. Nicht zuletzt, sich den Weg durch den Behördendschungel rund ums Baby zu bahnen. Damit Sie stets den Überblick behalten und nichts Wichtiges vergessen, wollen wir Ihnen hier einen kleinen Dschungelführer liefern, der Ihnen helfen soll. Denn es gibt zum Glück so einige Fördermöglichkeiten von Vater Staat, die jungen Eltern den Start ins Familienleben erleichtern.

 

Checkliste: Behördengänge fürs Baby

Auf unserer Checkliste finden Sie die wichtigsten Behördengänge, die nach der Geburt anfallen, nochmals im Überblick. Vom Eintrag ins Familienstammbuch bis hin zur Vaterschaftsanerkennung für Unverheiratete fallen dabei so einige Wege an, die in der ersten Euphorie über das neue Familienmitglied leicht ins Hintertreffen geraten können. Deshalb haben wir auch zusammen getragen, welche Dokumente Sie für die einzelnen Behördengänge fürs Baby dabei haben sollten, damit keine doppelten Wege anfallen. Zudem bietet es sich an, Behördengänge fürs Baby nach Möglichkeit vormittags zu machen, da viele Ämter an manchen Wochentagen lediglich bis 12 Uhr mittags geöffnet sind. Und wenn Ihnen auf ihrem Ausflug in den Behördendschungel auch mal der Amtsschimmel begegnet: bleiben Sie stets gelassen, schließlich tun sie's für ihr Baby. Egal wie sehr die Behördengänge rund ums Baby manchmal nerven: Das geht auch vorbei. Bringen Sie einfach etwas Zeit und ein gutes Buch mit und bedenken Sie, dass die netten Menschen auf den Ämtern auch nur ihren Job machen!

Wichtig ist es, hier die richtigen Fristen einzuhalten, nur so können Sie optimal von Kindergeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld und co. profitieren. Hier werden Ihre Fragen rund um Elternzeit und Elterngeld beantwortet. Dazu erfahren Sie, welche Behördengänge und Anmeldepflichten fürs Baby noch anfallen, vom Standesamt bis zur Vaterschaftsanerkennung für unverheiratete Paare. Zusätzlich bieten einige Bundesländer eigene finanzielle Vergünstigungen wie das Landeserziehungsgeld, was nach dem Elterngeld bezogen werden kann. Auch über diese Möglichkeiten sollten Sie sich frühzeitig informieren. Heute sind Familienstrukturen soweit im Wandel, dass auch immer mehr Väter in Elternzeit gehen. Dementsprechend können Väter heute intensiver am Leben ihrer Kinder teilhaben als früher.