Durch welche Schadstoffe wird der Kinderwunsch beim Mann erschwert? Die Spermienqualität von Männern hat sich insgesamt in den letzten 15 Jahren verschlechtert. Die Folge ist, dass immer mehr Paare ungewollt kinderlos bleiben. Die Ursache dafür sehen viele Experten auch in Schadstoffen in der Umwelt. Um uns herum sind immer mehr Schadstoffe und Umweltgifte werden immer häufiger in Verbindung mit Unfruchtbarkeit gebracht. Einige Ärzte raten sogar dazu, Schadstofftests im Haus durchführen zu lassen, wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt. So kann im Haus beispielsweise der Schadstoff Schimmel den Kinderwunsch bei Mann und Frau negativ beeinflussen. In manchen Fällen sollte der Vater sogar in Betracht ziehen, die Arbeitsstelle zu wechseln aufgrund von Schadstoffen im Büro.

 

Schadstoffe Mann KinderwunschSchadstoffe gefährden Kinderwunsch beim Mann

Unter anderem gehören Schwermetalle zu den Stoffen, die in Verdacht stehen, Fehlbildungen bei Kindern zu verursachen. Wer daher beruflich viel mit Schwermetallen in Berührung kommt, hat eine erhöhte Gefahr, dass dies seine Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Blei kann zum Beispiel dafür verantwortlich sein, dass Frauen unter Hormonstörungen und einem unregelmäßigen Zyklus leiden. Und auch Frühgeburten können auf Blei zurückgeführt werden.

 

Welche Schadstoffe sind gefährlich für den Kinderwunsch vom Mann?

In Tierversuchen konnte man feststellen, dass sich Kadmium negativ auf die Fruchtbarkeit auswirkt. Bei Quecksilber, das allgemeinen als gefährlich gilt, konnte man bislang noch nicht den Nachweis erbringen, dass es sich um einen Schadstoff handelt, der die Fruchtbarkeit von Männern negativ beeinflusst. Allerdings können hohe Mengen an Quecksilber den Hormonhaushalt verändern. In den letzten Jahren wurde in diesem Zusammenhang viel über Zahnfüllungen aus Amalgam diskutiert. Diese könnten die Ursachen für Zyklusstörungen bei Frauen sein.

 

Schadstoffe wie Lösungsmittel können Kinderwunsch beim Mann gefährden

Lösungsmittel und andere Industriechemikalien können ebenfalls zu Hormonstörungen und Unfruchtbarkeit führen. Diese mindern die Qualität von Spermien. Lösungsmittel sind vor allem in Farben, Lacken und Holzschutzmitteln vorhanden. Auch Desinfektionsmittel, Klebstoffe und Filzstifte enthalten diese Solvensen. Mit diesen Stoffen haben viele Männer auf der Arbeit Tag für Tag Kontakt.

 

Schadstoffe hindern Fruchtbarkeit beim Mann

Dioxin, das bei der unsachgemäßen Verbrennung von Müll entsteht, senkt bei Männern ebenfalls die Fruchtbarkeit. Dieser Schadstoff wirkt im Körper ähnlich wie weibliche Sexualhormone. Sogenannte polychlorierte Biphenyle (PCB) beeinträchtigen die Beweglichkeit der Spermien. PCB ist zwar seit 1983 in Deutschland verboten, dennoch wirkt der Stoff noch immer in der Umwelt. Da der Stoff vor allem in Fischmehl nachgewiesen wurde, nimmt der Mensch PCB vor allem über tierische Fette auf.

 

Schadstoffe Papa werden

Unkrautvernichtungsmittel als Schadstoffe, die den Kinderwunsch beim Mann beeinträchtigen

Darüber hinaus wirken sich Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, auf die Fruchtbarkeit von Männern aus. Diese werden über die Nahrung und über die Haut aufgenommen. Zudem sind viele Teppiche mit Pestiziden behandelt und auch Holzmöbel werden mit Pestiziden als Feuchtigkeitsschutz behandelt.

 

Schadstoffe in der Kleidung des Kinderwunsch-Mannes

Kleidung ist sehr oft mit Schadstoffen belastet. Auch schädigen Düngemittel ebenfalls die Spermien. Landwirte, die diese Mittel auf ihren Feldern einsetzen, haben zudem ein höheres Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken.

Darüber hinaus beeinträchtigt auch eine ungesunde Lebensweise sowie das Rauchen die Fruchtbarkeit. Unter Umständen kann aber das berufliche Umfeld oder die Situation in den eigenen vier Wänden die Ursache dafür sein, dass es mit der Schwangerschaft nicht klappt. Möglicherweise ist es in diesem Fall sinnvoll, die persönliche Situation auf Schadstoffe für den Kinderwunsch beim Mann zu überprüfen.